Frage:

    Wenn die Temperaturen im Winter in den Keller fallen, hat es so manche Autobatterie schwer, in die Gänge zu kommen. Springt der Motor nicht an, weil die Batterie zu schwach ist, braucht man ein Zweitfahrzeug und Überbrückungskabel. Oder kann man auch eine Powerbank als Starthilfe nutzen?

    Antwort:

    Gewöhnliche Powerbanks, die zum Aufladen kleiner Elektrogeräte wie Smartphones konzipiert sind, verfügen nicht über genügend Leistung bzw. Spitzenleistung, um die Autobatterie wieder mit ausreichend Saft zu versorgen. Es gibt jedoch spezielle Starthilfe-Powerbanks, die dieses Kriterium erfüllen. Entsprechende Modelle werden auch als Jump Starter oder Starthilfe-Booster bezeichnet und kosten meist einen dreistelligen Betrag.

    Unkomplizierte Funktionsweise

    Die Starthilfe mit einer Powerbank funktioniert im Prinzip genauso wie die Starthilfe mit einem Zweitfahrzeug. Die Powerbank ist mit einem schwarzen und einem roten Starthilfekabel ausgestattet, die an die entsprechenden Anschlusspunkte im Motorraum bzw. an der Autobatterie geklemmt werden. Nun muss nur noch die Starthilfe-Powerbank eingeschaltet und der Motor gestartet werden. Bei optimalen Bedingungen funktioniert der Start bereits beim ersten Versuch. Je nach Gerät kann die Starthilfe mehrmals versucht werden.

    Auf die passende Leistung achten

    Mittlerweile gibt es viele verschiedene Starthilfe-Powerbanks zu kaufen. Damit der Stromspeicher auch für das eigene Auto funktioniert, sollte man die entsprechende Beschreibung genau überprüfen. Hersteller geben hierfür normalerweise an, für welche Hubraumgröße die jeweiligen Modelle geeignet sind. Zudem werden der maximale Spitzenstrom und die Akkukapazität angegeben.

    Extras sorgen zusätzlich für Attraktivität

    Manche Starthilfe-Powerbanks verfügen über zusätzliche Extras, wie zum Beispiel eine LED-Leuchte oder einen Kompressor. So lässt sich mit der Powerbank auch ein Plattfuß beheben bzw. der Reifendruck nachbessern. Die LED-Leuchte erleichtert es, den Motorraum bei Dunkelheit besser auszuleuchten. Viele Powerbanks lassen sich überdies auch als Powerbank für Smartphones und Co. verwenden.

     

    Wichtige Tipps zur Anwendung

    Starthilfe-Powerbanks sind heutzutage in der Regel mit modernen Lithium-Ionen-Akkus ausgestattet. Die bieten eine lange Lebensdauer, sollten in puncto Betriebstemperatur aber gewissenhaft gehandhabt werden. Bei kalten Umgebungstemperaturen kann sich der Akku entladen – das kann bis zur Tiefentladung reichen, die Akku-Defekte hervorrufen kann. Bei Minusgraden sollte die Powerbank deshalb besser nicht im Auto gelagert werden. Darüber hinaus sollte der Akku vor dem Gebrauch auf Zimmertemperatur gebracht werden, um seine maximale Leistungsfähigkeit zu entfalten.

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    Christoph

    Christoph ist ein kreativer Visionär und der Gründer von akkvita.de, einem Online-Magazin, das sich auf Akku-Technologie und erneuerbare Energien konzentriert. Sein Ziel ist es, fundierte Informationen und Nachrichten zu teilen, um das Bewusstsein für Akku-Technologie und ihre Bedeutung für eine nachhaltigere Zukunft zu erhöhen.

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