Frage:

    Ein Photovoltaik-Stromspeicher sorgt für mehr Unabhängigkeit vom Netzstrom, senkt die Stromkosten und trägt nachhaltig zu Klima- und Umweltschutz bei. Allerdings ist ein Stromspeicher für Photovoltaik nicht gerade günstig. Deshalb denken viele Interessierte darüber nach, einen Photovoltaik-Stromspeicher zu mieten – lohnt sich das?

    Antwort:

    Die Option, einen Stromspeicher für Photovoltaik zu mieten, scheint auf den ersten Blick sehr lukrativ: Anstatt auf einen Schlag eine fünfstellige Summe für PV-Anlage und Stromspeicher zu zahlen, werden monatlich überschaubare Fixkosten als Miete fällig. Je nachdem, für welchen Anbieter man sich entscheidet, sind dabei schon diverse Extraleistungen wie Wartung und Co. enthalten. Trotzdem sollte man sich bei der Frage, ob es sich lohnt, einen Photovoltaik-Stromspeicher zu mieten, nicht allein an den geringen monatlichen Kosten orientieren.

    Mietkosten auf Vertragslaufzeit umgerechnet meist höher

    In den meisten Fällen werden mobile Speicher für Photovoltaikanlagen gemeinsam mit der Anlage vermietet. Die Investitionskosten für den Nutzer bzw. die Nutzerin reduzieren sich dadurch auf Null – es wird eine monatliche Miete fällig. Rechnet man diese jedoch auf die gesamte Vertragslaufzeit hoch, wird schnell klar: Die Kosten sind deutlich höher als beim Kauf des Photovoltaik-Stromspeichers. Das bedeutet, dass man am Ende mehr für den grünen Strom aus der Anlage zahlt, als wenn man diese direkt mit dem Stromspeicher gekauft hätte.

    Eigentumsübergang erst nach vielen Jahren möglich

    Wer einen Photovoltaik-Stromspeicher mietet, erwirbt diesen nicht. Man wird also niemals zum Besitzer des Batteriespeichers. Viele Anbieter bieten zwar die Option, die Anlage inklusive Speicher irgendwann zum Restwert zu kaufen, jedoch ist das oft erst nach frühestens 10 Jahren möglich. Man investiert also mindestens 10 Jahre lang in einen Stromspeicher, der einem nicht gehört. Sollte die Immobilie innerhalb dieses Zeitraums verkauft werden, kann die Anlage den Verkaufspreis nicht erhöhen, da sie nicht einfach mitverkauft werden kann. Die Wertsteigerung von Immobilien, die normalerweise mit der Installation von Photovoltaik und Stromspeicher einhergehen, ist bei Mietangeboten also nicht gegeben.

    Förderung gegebenenfalls eingeschränkt

    Mit einer Stromspeicher-Förderung kann man sich bei Erwerb und Installation eines Solar-Stromspeichers finanziell unter die Arme greifen lassen. Wer sich dafür entscheidet, den Photovoltaik-Stromspeicher zu mieten, muss damit rechnen, dass gegebenenfalls abweichende Konditionen/Voraussetzungen gelten oder bestimmte Förderungen nicht zur Verfügung stehen.

    Christoph

    Christoph ist ein kreativer Visionär und der Gründer von akkvita.de, einem Online-Magazin, das sich auf Akku-Technologie und erneuerbare Energien konzentriert. Sein Ziel ist es, fundierte Informationen und Nachrichten zu teilen, um das Bewusstsein für Akku-Technologie und ihre Bedeutung für eine nachhaltigere Zukunft zu erhöhen.

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